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Alemannia Spezial
 
Mit steigendem Etat soll der Erfolg jetzt gelingen
Noch ist der Jahr für Jahr wachsende Etat im sportlichen Bereich zulasten der Verwaltung - sämtliche Großereignisse in DFB-Pokal und UEFA-Cup wurden in normaler Besetzung ohne Aufstockung des Personals durch Mehraufwand gestemmt - nicht am Tabellenplatz abzulesen (zum dritten Mal hintereinander Platz 6 in der 2. Bundesliga), doch in der kommenden Saison soll der große Sprung nun gelingen.

Erfreuliche Zahlen konnte Geschäftsführer und "Sanierer" Bernd Maas den zum Teil staunenden Anwesenden auf der diesjährigen Bilanz-PK des Zweitligisten präsentieren. Vor drei Jahren noch kurz vor der Insolvenz und jetzt Rekordergebnisse:

Nachdem zum 31.12.2002 noch fast 4 Mio. Euro Überschuldung (negatives Eigenkapital) verzeichnet werden musste, gelang dem Verein jetzt der Sprung in die "schwarzen Zahlen". Schon im Jahr 2003 wiesen die Schwarz-Gelben einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 1,14 Mio. Euro aus, in 2004 wurde dieser auf 4,02 Mio. Euro gesteigert, ein absolutes Rekordergebnis.

In allen Geschäftsbereichen konnte Alemannia Aachen seine Zahlen verbessern. So gelang beispielsweise innerhalb von zwei Jahren eine Steigerung des Umsatzes im Bereich Merchandising fast um das vierfache (371 T€ in 2002 - 1.765 T€ in 2004). Damit liegt die Alemannia beim 13(!)fachen Umsatz eines durchschnittlichen Zweitligaklubs.

Im Marketing lag der Umsatz mit knapp 5,9 Mio. Euro dreimal so hoch wie in einem durchschnittlichen Zweitligaclub (1,66 Mio. Euro), die Marketingeinnahmen in der zweiten Liga (also ohne Einnahmen aus Pokal und UEFA Cup) waren mit gut 3,5 Mio. Euro immerhin noch mehr als doppelt so hoch wie der Ligaschnitt. Vor dem Hintergrund eines nicht gerade vor Vermarktungsmöglichkeiten strotzenden Tivoli-Stadions sind diese Zahlen besonders hoch zu bewerten.

Dank einer geschickten Verhandlung konnten im Bereich TV- und Hörfunkverwertung 9,0 Mio. Euro (4,4 Mio. Euro in 2003) eingenommen werden und damit mehr als bei den deutschen UEFA-Cup Konkurrenten Schalke und Stuttgart.

Dem gegenüber steht ein Gesamtaufwand von 18,6 Mio. Euro (10,0 Mio. Euro in 2003). Während die Personalkosten für Handel und Verwaltung in den letzten 2 Jahren - trotz eines zusätzlichen Geschäftsführers für ein Jahr - "plangemäß und beabsichtigt" wie Präsident Prof. Horst Heinrichs betonte, nur um 41 T€ gestiegen sind, wurde in den Lizenzspielbetrieb (Trainer, Mannschaft, Betreuer, sportliche Leitung) kräftig investiert. In diesem Bereich stiegen die Personalkosten um 3 Mio. Euro von 6,1 Mio. Euro in 2003 auf 9,1 Mio. Euro in 2004. Kein Wunder, dass in der kommenden Saison der Aufstieg das erklärte Ziel ist.

"Der Verein hat sich in den letzten Jahren vom Turn- und Sparverein wieder zum Turn- und Sportverein entwickelt", konnte Geschäftsführer Bernd Maas ein zufriedenes Fazit ziehen. "Ausdrücklich bedanke ich mich bei allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der letzten Jahre, die mit einer unglaublichen Motivation an die Arbeit gegangen waren."

Schatzmeister Carlo Soiron stellte zufrieden fest: "Mit diesem Ergebnis haben wir die Überschuldung der Alemannia Aachen in Höhe von 2,8 Mio. Euro voll abgebaut. Nun heißt es, in den gemeinsamen Anstrengungen nicht nachzulassen, um den weiteren Auf- und Ausbau der Alemannia zu forcieren."

Auch der DFL ist die Entwicklung der Alemannia natürlich nicht verborgen geblieben und so gab es für die kommende Saison die Lizenz erstmals ohne Auflagen und Bedingungen. Der vorsitzende Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga GmbH Wilfried Straub äußerte sich wie folgt:


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Nun gilt es auf diesem Wege weiterzumachen, auch wenn jeder weiß, dass weitere Rekordzahlen kaum möglich sind. Doch der Boden ist bestellt, um weiter erfolgreich zu sein. Mit wirtschaftlicher Vernunft, mit weiteren Investitionen - nicht nur im sportlichen Bereich, sondern auch in der Verwaltung (Online-Ticketing u.a.) - sollten nun die nächsten Ziele angegangen werden. Mit den Themen Gründung Kapitalgesellschaft, Erste Liga und Stadionneubau kommen in den nächsten Jahren weitere spannende Aufgaben auf den Verein zu.
aa/wp





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