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CHIO Aachen |
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Fünf mal Null gleich Eins
Deutschland gewinnt Mercedes-Benz-Nationenpreis
Trotz zeitweise Sturm und heftigen Regengüssen waren gut und gerne 38.000 Zuschauer, unter ihnen Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers und der ehemalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher, in die Soers zum Preis der Nationen der Springreiter gekommen. Sie alle wollten im WM Jahr sehen, ob die deutschen Springreiter ihre unerwartete Niederlage aus dem Vorjahr, als es nur zum vorletzten Platz reichte, wieder wettmachen konnte. Sie konnte: Vor einem begeistert mitgehendem Publikum siegten Ludger Beerbaum, Meredith Michaels-Beerbaum, Christian Ahlmann und Marcus Ehning beim CHIO Aachen 2006 mit vier Fehlerpunkten vor den USA (8) und Großbritannien (11).
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Der junge Christian Ahlmann blieb zweimal fehlerfrei |
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Als dem Holsteiner Hengst Cöster unter Christian Ahlmann sowie dem Hannoveraner Wallach Shutterfly unter Meredith Michaels-Beerbaum zwei fehlerfreie Runden gelangen, konnte sich Ludger Beerbaums Wallach L'Espoir einen Abwurf im zweiten Umlauf leisten, ohne den souveränen Sieg im Mannschaftsspringen zu gefährden.
Außergewöhnliches geschah dem vierten Teammitglied Marcus Ehning. Der amtierende Weltcup-Finalsieger musste nämlich mit seiner Holsteiner Stute Gitania gar nicht erst einreiten. Im ersten Umlauf hatten seine Mannschaftskollegen jeweils fehlerfreie Ritte absolviert, so dass sein Ritt das Ergebnis nicht mehr hätte verbessern können. Und im zweiten Umlauf war schon vor seinem Start klar, dass das deutsche Team seinen ersten Platz nicht mehr verlieren konnte. Gelassen erklärte der 32-Jährige aus dem westfälischen Borken: "Hauptsache wir haben gewonnen, egal wie. Ich fühle mich als Teil der Mannschaft, auch wenn ich nicht viel zum Sieg beigetragen habe."
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Meredith Michaels-Beerbaum und der Dank an Shutterfly |
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Der deutsche Bundestrainer Kurt Gravemeier gab sich zwar rundum zufrieden und glücklich, verbot sich jedoch allzu großen Optimismus: "Es ist fast schon beängstigend. Das Weltcup-Finale, die Nationenpreissiege dieses Frühjahrs... Hoffentlich sind wir nicht in einer Frühform."
Nüchtern fiel das Fazit von Ludger Beerbaum aus. "Ich versuche, mich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Das ist bei der eigenen Konkurrenz schon schwer genug. Ob L´Espoir, Goldfever oder Gladdys S spielt momentan für mich noch keine Rolle. Im Moment denke ich nur von Woche zu Woche und versuche, so konstant wie möglich zu reiten. Alte Erfolge zählen schließlich nicht und wir haben in Deutschland momentan fünf oder sechs Weltklassereiter.
"Frauenpower" zeigte das US-amerikanische Team, dem die drei sehr routinierten Amazonen Margie Goldstein-Engle, Lauren Hough und Beezie Madden angehörten. Unterstützt von McLain Ward, kassierte die Mannschaft nur acht Fehlerpunkte. Dies bedeutete Platz zwei vor den Reitern aus Großbritannien (11 Fehlerpunkte), der Schweiz (15), Schweden (16), Frankreich (17), Irland
(21) und den Niederlanden (29).
aa/wp
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Das siegreiche Team mit Meredith Michaels-Beerbaum, Marcus Ehning, Ludger Beerbaum und Christian Ahlmann (v.l.) sowie ganz rechts Bundestrainer Kurt Gravemeier bei der Sieger-Pressekonferenz |
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